Wieso es sich lohnt, über Zeit zu reden
Wenn du selbstständig und deshalb auf meiner Seite gelandet bist, gehe ich davon aus, dass dir aktuell entweder die Expertise für die ein oder andere anfallende Aufgabe fehlt, oder du, was in den aller meisten Fällen zutrifft, starken Stress und Zeitmangel hast, weil dein Tag nur 24-, aber deine To-Do-Liste Aufgaben für 34 Stunden hat.
Das Gefühl von oder auch der tatsächliche Zeitmangel stellen in der heutigen Welt mit unsere größten Probleme dar.
Bei allem Verständnis dafür, dass einem mit Familie, Freizeit und Job die Zeit wegzurennen scheint, möchte ich trotzdem heute einen kleinen Perspektivwechsel wagen und zusammen mit dir in die aktuelle Forschung schauen. Wir durchleuchten, was sie uns über die Themen Zeitmangel und Stress verrät und an welchen Stellen wir selber dafür sorgen können, dass die Zeit für, statt gegen uns arbeitet.
Wieso wir rennen, und nicht die Zeit
In Deutschland haben wir eine wahnsinnig hohe „pace of life“. Weltweit liegen wir mit unserer Schnelllebigkeit im oberen Drittel. Das spiegelt sich in diversen Lebensbereichen messbar wider. Beispielsweise in einem erhöhten Gehtempo, einer extrem durchoptimierten Freizeitgestaltung, einem immer schnelleren Arbeiten, Reden, durchs Internet Scrollen, oder gerne auch beim Podcast Hören auf mindestens 1,5 facher Geschwindigkeit parallel zum Saugen…
Dass unser chronisch hohes Lebenstempo gesundheitsgefährdend ist, versteht sich von selbst: Mehr Stress, höherer Puls, höherer Blutdruck, unser Cortisol-Level steigt, wir bekommen Blutdruckprobleme… aber später mehr dazu!
Vielleicht hast du schonmal gehört, dass leichter Zeitdruck effizient ist, da wir uns weniger ablenken lassen und so von einer besseren Konzentration profitieren. Das ist auch richtig. Aber wie immer gibt es auch hier ein zu viel: Bei hohem Zeitdruck werden Zentren im Vorderlappen unseres Hirns deaktiviert, die für kognitive Flexibilität zuständig sind. Die Folge: Wir denken gehetzt starrer und weniger brillant, unser Hirn hat faktisch weniger Denkpower zur Verfügung, es gibt weniger Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften, die Reizverarbeitung und Lösungsfindung sind damit beeinträchtigt und generell muss einfach viel Energie für Stressverarbeitung aufgebracht werden, die dann an anderen Ecken wieder fehlt. Qualitativ hochwertiges Denken, ist langsames Denken. Das ist ein Fakt und das müssen wir verinnerlichen.
Ganz so einfach ist das mit dem Verinnerlichen allerdings nicht. Odo Marquand hat es nämlich mal recht passend gesagt: „Der Mensch ist ein Zeitmangelwesen“. Und das durch und durch.
Uns Menschen dabei helfen, diesen chronischen Zeitmangel loszuwerden, sollte eigentlich der technische Fortschritt. Bizarr, denn technischer Fortschritt hilft uns zwar an immer mehr Stellen dabei, Zeit zu sparen, aber wir haben dennoch spürbar immer weniger Zeit zur Verfügung. Dafür gibt es folgende spannende Erklärung: Wir nutzen die eingesparte Zeit nicht, um zur Ruhe zu kommen, sondern stattdessen stecken wir sie in neue Aufgaben. Der Zeitmangel bleibt also bestehen und wird ggf. sogar noch größer. Der technische Fortschritt sorgt so dann ungewollt für eine Steigerung der Aktivitätsdichte – etwas ungünstig!
Was leider auch zu erwähnen ist: Der Zeitmangel ist ein bisschen hausgemacht. Wir haben im Schnitt auf dem Papier in Deutschland laut Studien 6h Freizeit pro Tag. Zudem Leben wir inzwischen im Vergleich zu den letzten Jahrhunderten um einiges länger. Dennoch fühlen wir uns dauerhaft so, als seien wir mit etwas spät dran oder mal wieder zu nichts gekommen. Aus diesem Grund, nicht nur aufgrund der kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne, überfordern uns beispielsweise auch 90 sekündige Instagramvideos. Die Schnelllebigkeit vermittelt uns, dass wir diese Zeit nicht haben. Und zudem sorgt das Überangebot an zig Millionen Reels natürlich auch für das Gefühl, etwas zu verpassen, weil da ja noch so viele andere Inhalte auf einen warten.
Willkommen in der „Zivilisation“. Wir haben von allem zu viel. Und demnach vermutlich auch eher zu viel zu tun als zu wenig Zeit. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Alle zahlreichen Möglichkeiten wollen ergriffen werden. Unser Zeitdruck ist damit an der ein oder anderen Stelle hausgemacht bis subjektiv. Dass daraus an immer mehr Stellen der Wunsch nach Entschleunigung entsteht, ist dennoch so oder so nachvollziehbar. Die Lösung ist allerdings nicht unbedingt, in dem, was wir tun viel langsamer und uneffektiver zu werden. Die Lösung wäre viel mehr, unser Gewichtungs- und Priorisierungsproblem zu lösen. Wahrscheinlich sind 25% der Dinge, die wir den ganzen Tag lang tun streichbar. Wir müssen eben nur entscheiden, welche das sind. Diese Entscheidung ist elementar für einen souveränen Umgang mit unserer Zeit.
Generell ist das Tauschen auch eine schöne Lösung für die Problematik: Wer an einer Stelle anzieht, muss an einer anderen locker lassen können… Frage dich:
- Wofür will ich mir bewusst Zeit nehmen?
- Wofür will ich bewusst weniger machen?
Mach dir zudem klar, dass unsere Zeit kostbar und begrenzt ist. Darüber hinaus helfen als Übung auch Aufgaben ohne festes Ende. Beispielsweise das Wandern an einem freien Tag. So gibt es kein konkretes Ziel und vor allem keine zeitliche Deadline, die das Ende der Tätigkeit wieder bestimmt. Und wie immer gilt: Hilfreich ist auch die Reflektion. Was scheint nur effizient, ist es aber in Wirklichkeit nicht? (Beispielsweise MS Teams Meetings im Job. Das virtuelle Arbeiten spart einerseits Zeit, andererseits „meeten wir uns oft so sehr zu Tode“, dass Tonnen an Arbeit auf dem Schreibtisch liegen bleiben, die uns wieder stressen, weil für deren Erledigung wieder die Zeit fehlt, etc.pp…)
Gesundheit und Stress
Stress ist die Diskrepanz zwischen den eigenen Ressourcen und den äußeren Anforderungen. Man hat das Gefühl, etwas bewältigen zu müssen, dem man nicht gewachsen ist. Man ist „Opfer“ sogenannter „Stressoren“ (Reize), die einen zwingen, sich anzupassen. So wie beim Sport, wenn das schwere Gewicht dem Muskel den Impuls gibt, jetzt wachsen zu müssen.
Bizarrer Weise ist Stress heutzutage auch noch „ein cooles Muss“. Wer Stress hat, bekommt Aufmerksamkeit, Anerkennung und Mitgefühl. Wir sind so weit, dass man ohne Stress schon als faul oder unsympathisch gilt, denn nur wer Stress hat, verrichtet harte Arbeit und hat sich „Ruhe“ oder auch materielle Dinge verdient. Wir befinden uns in einer echten „Stress-Obsession“, in der wir uns gegenseitig beweisen, wie gestresst wir sind und fast schon beleidigt davon ziehen, wenn uns der Stress mal abgesprochen werden sollte. Was du dir an dieser Stelle sofort merken musst: Du bist kein besserer Mensch, wenn du gestresst bist!
Wie ungesund, wenn wir bedenken, welche negativen Folgen Stress haben kann! Einerseits verursacht er eine psychische und seelische Anspannung. Andererseits sind die Folgen auch körperlich: endokrin, vegetativ, neuronal, muskulär… Krankheiten wie Burnout, Bluthochdruck etc. sind nicht zu vergessen. Symptome wie Abgeschlagenheit, Verspannungen oder Gereiztheit sind nur wenige von vielen, die in der Konsequenz bei vielen auftreten.
Der größte Stresstrigger ist wie bereits erwähnt unser chronischer Zeitmangel. Wir sind im Alltag begleitet von einem permanenten Zeitdruck, der einen in den Wahnsinn treibt. Daraus entstehen Probleme wie die Überforderung beim Multitasking oder die mangelnde Vereinbarkeit von Job und Familie. Zudem entsteht Stress natürlich auch in der ständigen Konfrontation mit Menschen, Dingen oder Aufgaben, die man hasst oder nicht kann.
Meine Rolle bei deinem Stress & Zeitmangel
Besonders in den zuletzt genannten Fällen kann ich als virtuelle Asssistebntin dir vielleicht ein bisschen was von deinem Stress abnehmen. Du musst dich nicht mehr mit Aufgaben herumschlagen, die du hasst oder nicht kannst. Genau so wenig musst du dir Zeit für die Erledigung eben dieser freiräumen.
Ich liebe es, diese helfende Rolle einnehmen zu können, da ich selbst als 3fache Mutter in der Selbstständigkeit weiß, wie es ist, 1000 Dinge gleichzeitig zu tun zu haben!
Schau doch jetzt gerne nach meinem Angebot und melde dich bei mir für ein Erstgespräch, wenn du gerne wieder mehr stressfreie Zeit zur Verfügung hättest!
Schau doch jetzt gerne nach meinem Angebot und melde dich bei mir für ein Erstgespräch, wenn du gerne wieder mehr stressfreie Zeit zur Verfügung hättest!