Wann hast du Zeit für eine bewusste Pause?
Selten? Nie? Das Gefühl kenne ich! Ein paar Pausen gibt es in meinem Alltag schon. Allerdings verbringe ich diese meistens nicht bewusst, sondern eher gezwungenermaßen, weil ich vielleicht gerade auf irgendetwas warten muss. In diesen Momenten kommt es zum Zeitfüllen dann schon nach 3 Sekunden zum Griff ans Handy, und es wird losgescrollt…
In einer Zeit mit einem derartig hohen Lebenstempo und der permanenten Möglichkeit zur medialen Beschallung, haben wir allesamt verlernt, wie wir richtig Pausen machen. In diesem Blogartikel lernst du, wodurch wir diesen Prozess verlernt haben, wie wir ihn wieder erlernen können, wie gute Pausen aussehen würden, wie wir schlussendlich die Zeit finden, sie zu machen und warum das Ganze überhaupt von Vorteil ist.
Deshalb haben wir das Verbringen von Pausen verlernt
In einer Gesellschaft, die von Produktivität und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, haben wir oft das bewusste Verweilen in Pausen verloren. Das Gefühl, immer beschäftigt und verfügbar sein zu müssen, hat dazu geführt, dass Pausen nicht mehr als notwendig, sondern als unangenehm oder sogar als Zeitverschwendung wahrgenommen werden. Besonders in der Arbeitswelt, in der ständig neue Aufgaben und Deadlines auf uns warten, fühlen wir uns gezwungen, auch in den Pausen weiterzuarbeiten oder uns mit digitalen Ablenkungen wie E-Mails und sozialen Medien zu beschäftigen. Einer geht noch, die Pause arbeite ich eben durch… Ahoi Leistungsgesellschaft!
Wenn wir dann doch mal eine Pause machen, müssen wir sie uns aber auch wirklich verdient haben! Pause machen darf erst, wer vorher einen 24h Dienst hatte und am Stock geht. Dann beklatschen wir uns noch gegenseitig für unseren Stress und battlen uns, wessen Arbeitsleben gerade das anstrengendere ist…
Diese „Hustleculture“ hat jedoch negative Auswirkungen auf unsere geistige und körperliche Gesundheit. Wir haben verlernt, wirklich zu entspannen und den Moment zu genießen, was uns langfristig in unserer Produktivität und Lebensqualität einschränkt.
Das Ganze endet dann in Syndromen wie dem „Burn-Out“, „Burn-On“ oder „Always-on“. Sehr schade, denn…
Das bringen uns Pausen
Pausen haben unzählbar viele tolle Vorteile. Hier meine Top 10:
1. Fokus schärfen
Pausen helfen, die geistige Ermüdung zu verringern und den Fokus wieder zu schärfen. Nach längeren Arbeitsphasen sinkt die Fähigkeit, konzentriert zu bleiben, was zu Fehlern und nachlassender Effizienz führt. Besonders, wenn wir durch den Fokusverlust beginnen, zu multitasken oder uns von äußeren Einflüssen ablenken zu lassen, können Pausen die Folgen dieser destruktiven Mechanismen erfolgreich abwenden. Eine kurze Pause gibt dem Gehirn Zeit, sich zu erholen, sodass wir anschließend mit neuer Klarheit und voller Aufmerksamkeit weitermachen können.
2. Energie aufladen
Arbeit fordert sowohl physische als auch geistige Energie. Pausen geben uns die Möglichkeit, diese Energien wieder aufzufüllen. Psychologisch gesehen führt die Erholung in einer Pause dazu, dass wir uns körperlich weniger erschöpft und geistig frischer fühlen. Das Gefühl der Erneuerung während einer Pause steigert unsere Produktivität und hilft, langfristig nicht auszubrennen. Zum Thema Energie aufladen gehört selbstverständlich auch die körperliche Bewegung und die bewusste Nahrungsaufnahme.
3. Gelerntes verarbeiten
Pausen bieten dem Gehirn die Gelegenheit, das während der Arbeit aufgenommene Wissen zu verarbeiten und zu konsolidieren. Dies ist besonders wichtig für das Langzeitgedächtnis. Während Pausen speichert das Gehirn neue Informationen effizienter, was zu einer besseren Erinnerung und erfolgreicherer Anwendung des Wissens führt. Genau so ist das übrigens auch im Schlaf!
4. Erholung & Stressabbau
Regelmäßige Pausen sind entscheidend für den Abbau von Stress. Unter Stress produziert der Körper das Hormon Cortisol, das langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Pausen senken den Cortisolspiegel und aktivieren das parasympathische Nervensystem, das für Entspannung und Erholung sorgt. Dies führt zu einer messbaren Reduktion von Stress, einer schnelleren Erholung nach belastenden Phasen und diversen weiteren gesundheitlichen Vorteilen.
5. Psychische & physische Gesundheit
Pausen sind essenziell für die Förderung der psychischen und physischen Gesundheit. Studien zeigen, dass regelmäßige Pausen das Risiko von Burnout, Depressionen und Angstzuständen verringern (unter anderem aufgrund der genannten weiteren Vorteile). Physisch verringern Pausen zudem noch das Risiko muskulärer Verspannungen und anderer arbeitsbedingter Beschwerden wie konsekutiver Rücken- oder Nackenschmerzen, die häufig bei sitzenden Tätigkeiten auftreten.
6. Arbeitsqualität verbessern
Durch Pausen können wir die Qualität unserer Arbeit steigern. Wenn wir eine Aufgabe ohne Unterbrechung, im worst case noch parallel mit etwas anderem, über einen längeren Zeitraum ausführen, sinkt die Genauigkeit. Pausen ermöglichen es uns, durch etwas Abstand eine frische Perspektive auf die Arbeit zu erhalten und so innovative Lösungen zu finden oder Fehler zu korrigieren.
7. Kreativität fördern
Pausen fördern die Kreativität, da sie dem Gehirn die Möglichkeit geben, Ideen zu verarbeiten und neue Verbindungen herzustellen. Oft kommen uns die besten Ideen genau dann, wenn wir nicht aktiv nach einer Lösung suchen – in der Dusche, beim Spaziergang, beim Entspannen oder sogar beim Langweilen. Dies liegt daran, dass das Gehirn während der Pause in einen entspannten Ruhe-Zustand übergeht, wodurch kreative Denkvorgänge angeregt werden.
8. Langfristige Produktivität steigern
Kurzfristig kann das Gefühl entstehen, dass eine Pause Zeitverschwendung wäre, aber langfristig gesehen steigern Pausen sogar die Produktivität. Wenn wir uns regelmäßig erholen, vermeiden wir mentale Erschöpfung und halten unser Arbeitsniveau konstant hoch. Unsere Effektivität steigt. Ohne Pausen haben wir eher irgendwann wiederholt Momente, in denen wir das Handy greifen, verschiedene Dinge parallel beginnen oder in der Luft rumstarren. So etwas kostet Zeit, spendet niemals Energie und ist keine effektive Pause.
9. Motivation aufrechterhalten
Pausen sind ein wichtiger Faktor, um die Motivation aufrechtzuerhalten. Wenn wir ständig arbeiten, sinkt irgendwann nicht nur unsere Konzentration, sondern auch unser Engagement und die Freude an der Tätigkeit geht ebenfalls verloren. Pausen ermöglichen es uns, wieder aufzuladen und mit neuem Elan, einem freien Kopf und vor allem mit motivierter Grundstimmung sowie neuer Begeisterung zurückzukehren.
10. Selbstbewusstsein und Zufriedenheit steigern
Regelmäßige Pausen können das Selbstbewusstsein und die allgemeine Zufriedenheit erhöhen. Pausen schaffen schließlich Raum für Selbstreflexion und Achtsamkeit. Das kann wiederum in einer erhöhten Selbstwirksamkeit enden. Auszeiten lassen uns weniger überfordert fühlen und sorgen dafür, dass wir unsere Leistung eher als erfüllend wahrnehmen.
So können Pausen aussehen
Pausen können für verschiedene Anlässe und verschiedene Personen extrem unterschiedlich aussehen. Eines ist allerdings in jedem Fall sicher: Pausen müssen nicht immer lang oder aufwendig sein, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Hier ein paar gängige Methoden:
Niksen:
In letzter Zeit geht der Trend beim Thema „Pausen“ in eine ganz neue Richtung. Die Niederlande haben sogar ein Wort dafür: „Niksen“. Irgendwas ist immer – Musik läuft, der Fernseher ist an, das Telefon klingelt, beim Aufräumen dröhnt der Podcast durch die Airpods… Damit soll jetzt Schluss sein! Beim Niksen geht es ums Nichtstun. Du könntest einfach auf dem Balkon sitzen, den Blick in den Himmel oder auf die Natur richten und in deinen Gedanken versinken. Du nimmst dir einfach mal Raum und Zeit. Für nichts anderes außer dich und deine Atmung. Diese Art der Pause hilft dabei, den inneren Stress loszulassen und den Geist zu beruhigen, ohne dass eine Aktivität einen ablenkt, beschallt oder beeinflusst. Des Weiteren aktiviert das Niksen erfolgreich unser Ruhezustandsnetzwerk.
Spaziergänge/Bewegung:
Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken. Bewegung fördert die Durchblutung, regt den Kreislauf an und kann dazu beitragen, Spannungen im Körper abzubauen. Spaziergänge sind besonders wertvoll, wenn du eine sitzende Tätigkeit hast. Das Coolste ist, dass Studien zeigten, dass schon 30 Minuten Bewegung im Freien pro Woche einen Unterschied machen. 10 Minuten am Tag sind fast schon extra klasse. Also: Genieß die Luft, das Licht und die körperliche Bewegung.
Offline-Zeit:
In der digitalen Welt, in der wir ständig erreichbar sind, ist es besonders wichtig, sich bewusst Offline-Zeit zu nehmen. Eine Pause vom ständigen Scrollen durch E-Mails, sozialen Medien und Nachrichten kann helfen, den Geist zu beruhigen und die ständige Reizüberflutung zu lindern. Die Bildschirme auszuschalten ist für dich vor allem die richtige Art der Pause, wenn du ohnehin die meiste Zeit vor ihnen sitzt und mit ihnen arbeitest. Distanziere dich vom digitalen Raum, um mal in der Realität und im Hier und Jetzt anzukommen.
Mahlzeit:
Pausen zur Mahlzeit sind nicht nur eine Gelegenheit, den Körper mit Nährstoffen zu versorgen, sondern auch eine Möglichkeit, den Geist zu entspannen und neue Energie zu tanken. Beim Essen sollten wir innehalten, bewusst essen, kauen und den Moment genießen, statt gleichzeitig zu arbeiten oder zu telefonieren. Die Nährstoffe sind außerdem essenziell, um weiter arbeiten zu können. Auch geistige Aktivität verbrennt ganz schön viele Kalorien! Denk zudem nicht nur ans Essen, sondern auch an die ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Durchlüften:
Das Durchlüften eines Raums ist eine einfache und sehr schnelle Methode, um eine frische Atmosphäre zu schaffen und den Geist einmal „durchzupusten“. Frische Luft verbessert nicht nur das Raumklima, sondern sorgt auch für einen klareren Kopf und eine bessere Konzentration. Öffne das Fenster für einige Minuten, um frische Sauerstoffzufuhr zu erhalten und den Raum von Stagnation zu befreien. Diese kurze Pause ist ideal, um die Energie zu erneuern und den Geist aufzulockern, vor allem bei langen Arbeitssitzungen im Büro oder zu Hause. Genieße den Sauerstoff!
Meditation:
Meditation ist eine äußerst effektive Methode, um Stress abzubauen, den Geist zu beruhigen und den inneren Frieden wieder herzustellen. Schon wenige Minuten fokussierter Atemübungen oder Achtsamkeitsmeditation können helfen, den Kopf zu leeren und den mentalen Fokus zu schärfen. Meditation kann für dich natürlich auch ganz anders aussehen. Der Prozess hat sich jedenfalls in Studien als äußerst hilfreich erwiesen, um den Cortisolspiegel, und damit Stress und Ängste, zu senken.
Bonding-/Me-Time:
Pausen können auch genutzt werden, um Beziehungen zu pflegen – sei es mit Kollegen oder mit sich selbst. Das kommt ganz drauf an, ob dir Stille und Ruhe oder gute Gespräche und Gesellschaft mehr geben. Bonding-Zeit mit anderen kann dazu beitragen, das Arbeitsumfeld angenehmer zu gestalten und soziale Unterstützung zu bieten. Ob ein kurzes Gespräch mit einem Kollegen oder ein gemeinsamer Spaziergang – diese Pausen helfen, das soziale Wohlbefinden zu stärken. Auf der anderen Seite bietet Me-Time die Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun. Diese Zeit alleine kann genutzt werden, um kreative Ideen zu sammeln, in Ruhe zu reflektieren oder einfach zu entspannen und die eigene Gesellschaft zu genießen.
Das sind die Voraussetzungen für eine Pause
Zeit/ Priorisierung:
In einer Welt, die von Deadlines und immer mehr Aufgaben geprägt ist, scheint es oft schwierig, Zeit für Pausen zu finden. Doch gerade in stressigen Phasen ist es entscheidend, bewusst Pausen einzuplanen. Dass wir alle keine Zeit übrig haben, ist selbstverständlich. Alles machen, was wir wollen, können wir nicht. Das führt allerdings dazu, dass wir Pausen für uns priorisieren und als Selbstverständlichkeit wie das morgendliche Zähneputzen in den Alltag integrieren müssen. Du kannst dafür mit Methoden wie der „Pomodoro-Technik“ arbeiten. Wenn du gar keine Zeit auftreiben kannst, ist die nächste Überschrift nachher vielleicht eine gute Lösung für dich!
Grenzen:
Klare Grenzen zwischen Arbeit und Pause sind ebenfalls hilfreich. In Firmen ist es deshalb beispielsweise besonders schön, wenn es extra eingerichtete Ruheräume gibt.
Mindset:
Dein Mindset hilft dir, Pausen zu machen, sie zu genießen und von den Vorteilen zu profitieren. Das funktioniert, indem du dir Pausen erlaubst und du dir selbst die Pause wert bist!
Gesamtzustand:
Du musst dir einen privaten und auch einen Arbeitsalltag bauen, in dem zu gewissen Zeiten abdingbar sein kannst. Pausen werden dir nämlich schwerfallen, wenn du sie unter Druck und mit schlechtem Gewissen machst. Bist du mit dem Kopf immer wieder bei deinen To-Dos, kann man das nicht als erholsame Pause bezeichnen. Sich einfach wegen der Vorteile zu Pausen zu zwingen, sie aber nicht zu fühlen, funktioniert übrigens genauso wenig. Nur wenn wir aktiv in die Pause eintauchen und den Moment der Erholung wirklich erleben, können wir unsere Batterien aufladen.
Ruhiges Umfeld:
Damit eine Pause effektiv ist, muss sie ungestört sein. Wir können uns nur dann richtig erholen, wenn wir uns nicht ständig durch E-Mails, Telefonate oder Nachrichten ablenken lassen. Da sollte es keine Kompromisse geben. Idealerweise findet die Pause in einem ruhigen Umfeld stattfinden, in dem wir zur Ruhe kommen können.
Outsourcing als Gamechanger
Outsourcing ist dein Gamechanger, wenn sich beim besten Willen keine Zeit mehr für eine Pause finden lässt.
Outsourcing und die Unterstützung durch eine virtuelle Assistenz bieten eine wertvolle Möglichkeit, den Arbeitsalltag zu entlasten. Dadurch, dass diverse Aufgaben abgenommen werden können, wird einiges an Zeit frei. Wie diese genutzt wird, bleibt jedem selbst überlassen, aber es liegt natürlich nahe, diese Zeit einfach mal ins Privatleben und in persönliche Pausen sowie Auszeiten zu investieren. Indem Routineaufgaben, administrative Tätigkeiten oder projektbezogene Aufgaben an eine virtuelle Assistenz delegiert werden, können Unternehmer und Berufspersonen nicht nur auf direktem Wege Zeit sparen, indem sie selbst nicht mehr an den To Do’s sitzen, sondern sie sparen sich eine Menge Mental Load, Bedenk- oder Einarbeitungszeit gleich mit. In Summe kommt da pro Woche je nach Ausmaß des Outsourcings ganz schön was zusammen. Das Großartige ist, dass die Pause so mit gutem Gewissen genossen werden kann, weil die Produktivität und das Vorankommen des Businesses unter dem eigenen Nichtsttun nicht mehr leiden. Outsourcing ist also DER Schlüssel für überlastete Unternehmer*innen, die dringend eine Pause benötigen.
Fazit
Pausen sind nicht nur eine sinnvolle, sondern notwendige Investition in die eigene Kreativität, Produktivität und noch viel wichtiger: in unsere Gesundheit.
Die ständige Verbindung zur digitalen Welt, die Vielzahl an Aufgaben und das Tempo, in dem wir uns bewegen, können es schwierig machen, echte Pausen zu integrieren, aber es ist nicht unmöglich.
Wenn du es dennoch nicht schaffst, in deinen Terminkalender ausreichend Pausen zu integrieren, lass mich als virtuelle Assistenz ein paar deiner Aufgaben aus den Bereichen Office Management, Administration, Kund*innensupport & Social Media übernehmen.
Dadurch wird bei dir Zeit frei und diese kannst du für dich, dein Privatleben und eben auch deine Pausen nutzen. Die ständige Jagd nach immer mehr Leistung, und der Anspruch, alles allein managen zu wollen, führen auf Dauer durch den Mangel an Pausen ohnehin zu viel mehr Stress, Erschöpfung, Burnout und Co. Der Raum für Erholung, Regeneration und eine nachhaltige Work-Life-Balance wird dir guttun.
Durchstöbere jetzt meinen Service und buch dir im Anschluss ein kostenfreies Erstgespräch, damit wir sofort loslegen können und dir keine weitere Pause verwehrt bleibt.